Malerarbeiten an der Fassade

Edle Räume | 04/24/20 | Allgemein

Malerarbeiten an der Fassade

Die Fassade ist ein gestalteter Teil der sichtbaren Außenhülle eines Gebäudes und so witterungsbedingten Einflüssen ausgesetzt.
Hohe Temperaturen im Sommer mit Verschmutzungen durch Pollenflug, Ruß, Staub und sonstigen Schadstoffen aus der Luft belasten die Oberfläche eines Gebäudes sehr.
Im Winter kommen mit Frost, Eis und Schnee noch weitere Belastungen hinzu.

Das ganze Jahr über ist mit dem mehr oder weniger regelmäßige Regen und der damit einhergehenden „feuchten“ Fassade ein guter Nährboden für Algen und Pilze gegeben.

Eine schöne, saubere Fassade ist immer auch eine Art Visitenkarte des Hauses und da man oft die Fassade als erstes im Blick hat trifft das Sprichwort: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!“ den Nagel auf den Kopf.

Nun könnte man als Laie denken: „so eine Fassade ist ja schnell gestrichen, dass mache ich mal selbst. Schließlich habe ich meine ganze Wohnung selbst gestrichen!“

Aber Vorsicht!

An der Fassade müssen einige Dinge beachtet werden, welche bei Malerarbeiten im Innenbereich vernachlässigt werden können.

 

 

Beginnen wir mit dem Fassadengerüst, welches dringend benötigt wird um die Anstricharbeiten an der Fassade sicher und vorschriftsmäßig ausführen zu können.
Hierzu arbeiten viele unserer Edle Räume Partner mit spezialisierten Gerüstbau-Firmen zusammen oder erstellen solch ein Gerüst selbst.
Je nach Größe, Baustil und Umgebung kann so ein Aufbau sehr aufwendig sein. Die Sicherheit der Arbeiter auf dem Gerüst ist in jedem Fall der wichtigste Aspekt.
Ebenso ist ein vorschriftsmäßiges Gerüst die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Umsetzung der Arbeiten.

Bevor ein Fassadenanstrich angeboten bzw. ausgeführt werden kann, gibt es einige Details die zu klären sind. Nachstehend finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten dazu:

Wie ist die Putzstruktur der Fassade?

Die möglichen Variationen kennen hier fast keine Grenzen.
Von einem glatten Filzputz, einen 2-3 mm Kratz- oder Reibeputz, bis hin zu einem grobem, traditionellen Kellenwurfputz ist fast alles möglich und jede Oberfläche hat Ihre Eigenheiten.

Bei einem glatten und eher strukturlosen Putz zeigt sich die Qualität, sowohl der verwendeten Fassadenfarbe als auch der Ausführung, am gleichmäßigen und streifenfreien Streichbild. 

Eben dieses Streichbild ist bei einem gröberen Putz kaum zu erkennen.
Bei dem genannten Kellenwurfputz überwiegt die grobe und teils tiefe Putzstruktur der Fassade und schlägt sich auch deutlich im Materialverbrauch nieder.
So ist es nicht verwunderlich, dass hier mehr als die doppelte Menge an Fassadenfarbe benötigt wird. Erschwerend kommt hinzu das sich dieser Putz nicht gut und gleichmäßig beschichten lässt.
Der Profi greift daher gerne zur Maschinentechnik.

Aus welchem Material ist die Fassade?

Sie meinen die Frage ist doch gerade beantwortet worden?

Jein, die Putzstruktur, aber eben noch nicht das Grundmaterial. Im Wesentlichen unterscheidet man bei Fassadenputzen zwischen Bindemitteln auf mineralischer und organischer Basis.
Je nachdem welcher Putz an Ihrer Fassade verarbeitet worden ist, muss auch die entsprechende mineralische oder organische Grundierung und Fassadenfarbe verwendet werden.

Dazu kommen wir gleich.

 

 

Das Gerüst steht, die Putzqualität sowie die Putzstruktur ist definiert - jetzt kann es endlich mit dem Malerarbeiten losgehen oder?

Noch nicht ganz.

Einige unschöne, grünlich/graue Verfärbungen durch Algen und Pollenflug sind auf der Fassade zu sehen und auch die tägliche Bewitterung hat ihren Teil zu einer „schmutzigen“ Fassade beigetragen.
Hier sind noch ein paar weitere Vorarbeiten notwendig.

Welche Vorarbeiten sind vor dem Anstrich notwendig?

Der erste Schritt ist immer die vollflächige Reinigung der Fassade.
Mit einem entsprechenden Hochdruckreiniger werden Verschmutzungen und Verfärbungen sowie Algen etc. von der Fassade entfernt.
Oftmals werden in diesem Zuge auch verschmutze Rollladen, Regenrinnen oder Dachziegel gereinigt.
Das anfallende Schmutzwasser muss nach Möglichkeit aufgefangen und gefiltert werden.

Nach diesem ersten Arbeitsschritt an der Fassade folgt das fachgerechte und sorgfältige Abdecken der nicht zu beschichtenden Bauteile.
Fenster, Türen, Glasbauteile, Brüstungen, Dachflächen und nicht zu vergessen die Bodenflächen unter dem Gerüst werden mit Abdeckvlies, Folien und entsprechenden Klebebänder für den Außenbereich geschützt.

Die Fassade ist nun gereinigt und alle Flächen, die nicht verschmutzt werden dürfen, sind gewissenhaft abgedeckt.

Vor dem eigentlichen Anstrich sollte jedoch nicht auf eine systemgebundene Grundierung verzichtet werden.

Welche Grundierung ist vor dem Anstrich notwendig?

Auch hier ist der anfangs thematisierte Untergrund also der Putz, bzw. die Bindemittelbasis, entscheidend.
Hier unterscheiden wir ebenfalls zwischen einer Grundierung für einen mineralischen oder organischen Untergrund.

In den meisten Fällen wird ein klassischer Tiefengrund auf Arcrylbasis (organisch) oder Silikatbasis (mineralisch) verwendet.
Wie der Namen schon sagt, dringt diese Grundierung in die offenen Poren der Putzoberflächen ein und reguliert so das Saugverhalten.
Ein gleichmäßig saugender Untergrund erleichtert die Anstricharbeiten erheblich und sorgt für ein streifenfreies Ergebnis.

Neben diesem Tiefengrund gibt es aber noch weitere Grundierungen die alternativ oder zusätzlich eingesetzt werden können oder müssen.
Eine Grundierung für stark befallene Algenflächen, einen Haftgrund für die bessere Anhaftung am Untergrund oder auch eine quarzgefüllte Grundierung als Füller um kleine Risse in der Fassade zu füllen.

Erst jetzt können die „eigentlichen“ Anstricharbeiten an der Fassade ausgeführt werden.

 

Was muss man bei einem Fassadenanstrich beachten?

Die Qualität der Fassadenfarbe ist wiederum im entsprechenden System, mineralisch oder organisch auszuwählen.
Da die Fassadenfarbe sozusagen die Schutzschicht für die Fassade darstellt, ist hier unbedingt auf eine hochwertige Qualität zu achten.
Eine minderwertige „Baumarktfarbe“ verliert oftmals schneller ihre Schutzwirkung und auch ein „auswaschen“ des gewünschten Farbtons kann die Folge sein.

In jedem Fall ist ein zweifacher Anstrich notwendig um zum einen die offenen Poren im Putz zu schließen, eine entsprechend höhere Nutzschicht zu gewährleisten und eine gleichmäßige Deckkraft der Farbe zu erzielen. Auch das Streichbild ist mit einem zweifachen Anstrich deutlich homogener und einheitlicher.


Ist die Fassade fertig gestrichen können die Abdeckmaterialien, wie Klebebänder, Folien oder Papier entfernt und fachgerecht entsorgt werden.
Nach einer letzten Qualitätskontrolle wird das Gerüst wieder fachgerecht abgebaut.
Die Ankerlöcher, die zur Gerüstbefestigung benötigt wurden, müssen entsprechend der Vorschriften geschlossen werden.
Da es sich hierbei um eine nachträgliche Ausbesserung der fertigen Fassade handelt ist eine optische Abweichung in manchen Fällen nicht zu vermeiden.

Die Fassade strahlt im neuen Glanz. Der gewünschte Farbton setzt die Fassade perfekt in Szene.

Der Aufwand für einen fachgerechten Fassadenanstrich wird oftmals unterschätzt. Eine hochwertige, werthaltige und optisch perfekte Umsetzung setzt fachliches Know-How voraus.
Langjährige Erfahrung und entsprechend hochwertige Materialien sind die Voraussetzungen für ein gelungenes Projekt.

Die dafür geeigneten Meisterbetriebe finden Sie hier:

 https://www.edle-raeume.de/die-raumgestalter/

In unserem Showroom finden Sie einige interessante Fassadenprojekte der letzten Jahre.

https://www.edle-raeume.de/leistungen/showroom/fassadengestaltung/